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2008-03-23

werner schuster neuer cheftrainer der deutschen skispringer

... so, frohe ostern und für das skispringen in der schweiz zeichnet sich der nächste herbe verlust ab - der bisherige cheftrainer werner schuster gilt als neuer favorit für die nachfolge von peter rohwein als cheftrainer der deutschen skispringer. für das skispringen in deutschland sicher ein gewinn, gilt doch werner schuster als einer der am besten ausgebildeten und fachlich versiertesten skisprungtrainer der welt. für das schispringen in der schweiz wäre dies jedoch der nächste rückschlag, nachdem berni schödler zu den russen rund um wolfgang steiert wechselt und guido landert seine skisprungskier an den berühmten nagel gehängt hat. nach einer relativ erfolgreichen saison eins nach schödler werden sich simon amann und andreas küttel wohl erneut an einen neuen trainer gewöhnen müssen. dennoch scheint die variante mit schuster an der spitze der deutschen skisprung nationalmannschaft eine vielversprechende zu sein - werner schuster lebt skispringen wie fast kein anderer, analysiert sachlich und nüchtern und vor allem - was gerade in deutschland bitter notwendig erscheint - er leidet nicht an profilierungssucht und geltungsdrang. sollte die wahl auf schuster fallen, dann bleibt zu hoffen, dass es ihm auch gelingt, sich aus den intrigen und machtspielchen in den eigenen reihen rauszuhalten bzw. durch den oft zitierten schnitt im system sich dieser störfaktoren zu entledigen (einige namen dazu sind in älteren beiträgen zu finden) - aber bitte nicht in die schweiz entsorgen!

2008-03-16

berni schödler zu den russen

...so, die saison ist geschlagen. mit verdienten siegern wie morgenstern, überfliegern wie schlierenzauer und koch, dauerbrennern wie janne ahonen und auch einigen überraschungen - berni schödler geht zu den russen. mit dem karriere-ende von guido landert ein weiterer rückschlag für die kleine schweiz und die skispringer rund um cheftrainer werner schuster. simon amman und andreas küttel sind seit jahren auf top-niveau - dahinter klafft ein riesen loch. und jetzt geht berni schödler nach nur einem jahr nachwuchsarbeit in der schweiz nach russland, um dort eine sicher spannende, aber wahrscheinlich auch gut dotierte arbeit zu übernehmen. schade, aber auch ein zeichen, dass gutes personal eben was kostet. diese tatsache gilt auch im skispringen. ohne perfekter nachwuchsarbeit bleiben top-athleten nach wie vor in zufallsprodukt. das skigymnasium stams und eine handvoll vereine schaffen in österreich seit jahren diese basis, auf welcher top-leistungen möglich werden - der ösv profitiert derzeit gerade von dieser arbeit an der basis, mit der ressourcen für die weltcup-mannschaft frei werden - ressourcen, die in anderen ländern zwar auch den top-athleten zur verfügung stehen, aber für die unerlässliche nachwuchsarbeit nicht vorhanden sind. gratulation an steiert und russland für diesen mutigen schritt, der sich bei kontinuierlicher arbeit in einigen jahren ganz sicher auszahlen wird.

ach ja, und noch was... welche neuen gesichter konnten in planica am trainerturm gesichtet werden? mir fallen spontan zwei ein - mal neugierig, ob und wo diese gesichter in der kommenden saison im skispringer-zirkus zu sehen sein werden. ich hoffe nirgends, weil: auch schlechtes personal kostet geld und ist im verhältnis noch teurer als gutes!

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