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2008-11-29

skispringen 08/09 - los geht`s

ok...es geht wieder los. wieder in kuusamo, wieder mit dem wind und wieder mit einem abgebrochenen wettkampf. egal, der wind gehört zum skispringen wie die henne zum ei.
nichts neues also.

werner schuster versucht, die deutschen skispringer wieder auf vordermann zu bringen. gelingt es ihm, martin schmitt nach gefühlten 50 erfolglosen saisonen endlich mal wieder einen winter lang zumindest dorthin zu bringen, wo er zu zeiten von bubi bradl, birger ruud und horst bulau schon mal war?

janne väätäinen - der mann mit dem geilsten namen im skisprungzirkus - ist cheftrainer in finnland im jahr 1 nach janne ahonen. harri olli ist auch dabei und steht vor seiner (vermutlich) ersten abstinenten saison. zahlreiche drohungen und angedrohte konsequenzen sollen den talentierten finnen weg vom alkohol und nüchtern auf die schanzen der welt bringen. es wurde harri olli im sommer sogar schon mit dem entzug des kopfsponsors gedroht. red bull, wo bist du? ich dachte immer, die sind auf der suche nach jungen wilden typen, die sich nix scheissen. harri olli würde doch perfekt in das red bull beuteschema passen. wie thomas morgenstern und gregor schlierenzauer. oder adam malysz... scherz, ok? olli statt malysz - mit red bull auf dem helm für 1.000.000 dollar pro jahr. der typ hat(te) rockstar-qualitäten und zelebriert(e) das skispringer-leben wie schon einige grosse vor ihm das gemacht haben - na und? gut gesprungen ist er deswegen trotzdem auch... oder sollte ich das trotzdem weglassen? so oder so - sobald sich janne väätäinen in finnland als chef etabliert hat, wird er harri olli wieder von der leine lassen, wetten?

was gibt es sonst noch neues auf und um den skisprungschanzen? nicht viel - die österreicher rund um alexander pointner haben wieder mal eine noch perfektere vorbereitung hingelegt wie schon letztes jahr (war hat da gegähnt?), die schweizer simon amann und andi küttel wissen wahrscheinlich noch besser, dass ihr erfolg nur bedingt vom mann mit der fahne abhängt und mika kojonkoski wird auch heuer wieder erst später in der saison so tun können, als ob er nicht wüsste, dass wir wissen, dass er weiss, wo er stehen muss, um nach guten sprünge seiner norwegischen skispringer alleine im fernsehbild zu sein.

ach ja, walter hofer ist jetzt auch für die nordische kombination zuständig. strg c und strg v sozusagen. schaun mer mal, dann sehn mers eh...

2008-07-24

statistischer normalfall

soo... nach längerer zeit wieder mal was geschriebenes meinerseits zur welt des skispringens.
nicht nur statistisch gesehen ist es wahrscheinlich ganz normal, dass es ab und zu stürze im skispringen gibt. stürze gehören zum skispringen einfach dazu und machen für den (und seit einiger zeit auch) die betroffene(n)springer(in) einen, wenn auch unerfreulichen, aspekt dieser sportart aus. höhere standards in der präparierung der schanzen (gefräste anlaufspuren zum beispiel) haben zu einer abnahme des sturzrisikos im skispringen geführt. weiters sturzmindernd war die einführung neuer bindungssysteme sowie sicher auch die v-technik. diese beiden entwicklungen haben einen wesentlichen anteil daran, dass die sturzquote im skispringen in den letzten jahren wesentlich gesunken ist, da dadurch das flugsystem eines skispringers aus aerodynamischer perspektive wesentlich stabiler geworden. die toleranz des flugsystems für wind- und geschwindigkeitsbedingte turbulenzen ist höher geworden, durch die v-technik sowie die weiterentwicklung des materials ist auch die (anlauf-)geschwindigkeit niedriger geworden, was sich in einer abnahme der wirkenden kräfte auf das system skispringer manifestiert (wow!) - aber keine sorge, es wirken noch immer genug kräfte, deshalb wird es auch immer wieder stürze geben (seien wir mal ehrlich: richtige hingucker sind eh nur weite sprünge/flüge und ... ja genau: stürze).
aerodynamischer exkurs: der luftwiderstand (= eine kraft) steigt mit dem quadrat der geschwindigkeit, d.h. je höher die geschwindigkeit, desto grösser (und zwar zum quadrat) die wirkenden kräfte (in unserem fall der luftwiderstand). ergo (nochmals wow!): mit sinkender geschwindigkeit nehmen die luftkräfte (luftwiderstand und auftrieb) ab, und das nicht linear (also gleichmässig) sondern eben zum quadrat. was soviel heisst, wie: doppelte geschwindigkeit = vierfache kraft und vice versa(wowwowwow)! aerodynamischer exkurs ende

und jetzt das aber: mit bereits 3 (bekannten) schweren stürzen und leider schweren verletzungen (arthur pauli, janne happonen, kevin horlacher) in der noch kurzen sommersaison 08 kann man sich berechtigterweise die eine oder andere frage stellen:

waren diese stürze statistische normalität bedingt durch individuelle fehler?
ist das sturzrisiko durch veränderungen in technik und material gestiegen?
ist klingenthal gefährlicher als andere schanzen (happonen und horlacher sind in klingenthal gestürzt)?

hmmm, wir werden sehen, wie sich das weiterentwickelt. sicher ist nur eines: in hinterzarten startet dieses wochenende der 4 nations grandprix im skispringen und, wie gewohnt, ist janne ahonen nicht dabei. der hat nämlich aufgehört - mit einem sieg in seinem abschiedsspringen in lahti. ansonsten wird es nicht viel neues geben. morgenstern gewinnt vor schlierenzauer - oder umgekehrt.

2008-03-26

ahonen hört auf - schade!

oh nein - janne ahonen macht`s nicht mehr. schade,schade - denn nach widhölzl verlässt wieder ein wirklich grosser das internationale skispringen. was ahonen in seiner karriere geleistet hat, sucht seinesgleichen- bis auf den titel des olympiasiegers hat er wirklich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. die konstanz des (in der öffentlichkeit) schweigsamen finnen ist unübertroffen. 15 jahre konstant an der weltspitze, unzählige stil-, technik- und reglementänderungen in wirklich meisterhafter art und weise mitgemacht - das macht janne ahonen so schnell keiner nach. morgenstern und schlierenzauer sind auch stars - aber um an die klasse des janne ahonen heranzukommen, bedarf es noch einiger jahre.

leider geht damit dem skispringen ein echter champion verloren. wir verneigen uns vor janne ahonen - dem stillen könig der sprungschanze.

2008-03-18

rudi tusch und heinz kuttin bilden strategische allianz

tja, die schlacht ist eröffnet! rudi tusch, dessen posten arg zu wackeln scheint, wirft sich für den stützpunkttrainer heinz kuttin in die schlacht. so nach dem motto: wenn ich dir helfe, hilfst du mir. warum scheint ziemlich klar und ist leicht nachvollziehbar: tusch möchte, dass kuttin cheftrainer der deutschen skispringer wird und sich dann in dieser position für tusch als direktor ausspricht, denn die erfolge der deutschen nachwuchsspringer bei der junioren-wm sprechen doch eigentlich eine deutliche sprache: es ist alles in ordnung mit dem skispringen in deutschland - tusch muss doch ein guter mann sein.

und mit andreas bauer wäre tusch wohl seinen job los - denn bauer spricht sich klar für einen schnitt im system aus - und für tusch wäre das wohl das ende, denn bei einem neuanfang wäre er untragbar als hauptverantwortlicher für dieses system. klar, dass tusch nicht bauer als neuen mann im deutschen schispringen will, oder? jetzt geht es rein um den machterhalt bzw -gewinn. denn lägen tusch und kuttin die nachwuchsarbeit in deutschland am herzen, dann müsste doch kuttin genau in diesem bereich weitermachen und springer wie juniorenweltmeister wank weiter aufbauen. wie schon früher in anderen ländern (siehe polen oder auch österreich) zieht es heinz kuttin jedoch an die spitze - ins zentrum der medialen aufmerksamkeit.

alexander pointner hatte diese geduld, als es um die nachfolge von toni innauer ging - hannu lepistö wurde cheftrainer und pointner kümmerte sich höchst erfolgreich um die zweite reihe - und empfahl sich damit für den chefposten - dieser weitblick ist mit ein grund für den derzeitigen erfolg der österreichischen skispringer rund um schlierenzauer und morgenstern. wenn es dem dsv wirklich um den nachwuchs und damit die zukunft des deutschen skispringens geht, dann darf die gier nach macht, geld und ruhm keine rolle spielen. bleibt zu hoffen, dass sich die verantwortlichen herren im dsv nicht an diesem spielchen beteiligen.

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